Monatsrückblick November 2017

Die Hogwarts-Lesechallenge #liesdichnachhogwarts neigt sich im Dezember ihrem Ende zu, und da möchte ich natürlich nicht versäumen, euch meine gelesenen Bücher im November 2017 vorzustellen, die ich für die Aufgaben ins Feld führen möchte.

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  • Anthony Ryan: Das Erwachen des Feuers für Aufgabe 3: Lies ein Buch in dem magische Kreaturen vorkommen. In „Das Erwachen des Feuers“ wimmelt es nur so von magischen Kreaturen. Egal ob die blauen, schwarzen, roten oder grünen Drachen, der sagenumwobene weiße Drache oder auch in gewisser Weise die Blutgesegneten – sie alle haben ihre magischen Fähigkeiten. Dieses Buch hat sich einen Platz auf meiner Liste der Lieblingsbücher ergattert.  (1 Punkt)
  • William Paul Young: Die Hütte für Aufgabe 4: Lies ein Buch das eine Zugfahrt und/oder Reise beinhaltet. Mackenzie reist nach einem absoluten Tief in seiner Beziehung zu Gott, zu einer alten, verlassenen Hütte im Wald, die für ihn ein besonders furchtbarer Ort ist, denn in dieser Hütte endete die Spur seiner jüngsten Tochter auf grausame Art. (1 Punkt)
  • Deborah Harkness: Die Seelen der Nacht für Aufgabe 17: Lies ein Buch, in dem ein Gefängnis vorkommt. Diana Bishop ist eine Hexe, die ihre Herkunft verleugnet und versucht ihre magischen Fähigkeiten nicht anzuwenden. An einem schicksalhaften Tag jedoch holt sie ihre Bestimmung als Erbin zweier großer Hexendynastien ein und sie schwebt fortan in großer Gefahr. Den ihre eigenen Schwestern jagen sie und verletzen sie schwer. Sie werfen Diana in ein grausames Gefängnis – eine Oubliette. Ein tiefes Loch, das nur nach oben hin geöffnet ist und somit auch sehr gut verborgen. (2 Punkte)
  • Nicole Gozdek: Die Magie der Namen für Aufgabe 9: Lies ein Buch mit einem magischen Setting. Das Buch spielt im Land Mirabortas, in dem die Kinder statt Namen Nummern erhalten. Namen werden erst bei Volljährigkeit verliehen und mit dem eigenen Namen erhält der Träger auch seine wundersamen Fähigkeiten. Ganz und gar magisch (1 Punkt)
  • Victoria Aveyard: Die rote Königin für Aufgabe 12: Lies ein Buch, in dem es um eine Rebellion geht. Die 17-jährige Mare lebt in einer Welt zweier Klassen: Der roten Diener und Arbeiter und der silbernen Herrscher. Gegen dieses System erhebt sich mit der Scharlachroten Garde eine Rebellion, die den totalen Umsturz herbeiführen möchte. (2 Punkte)
  • Kiera Cass: Selection Teil 2 für Aufgabe 19: Lies ein Buch in dem es um verschiedene Rassen (egal ob Reallife/Fantasy) geht. In Selection Teil 2 geht es um die Unterteilung von Menschen in verschiedene Rassen anhand von Nummern teilt. Dieser Vergleich hinkt ein bisschen, weil man auch von Kasten sprechen kann, aber die Menschen werden schon in verschiedene Bereiche eingeteilt und ihre Zugehörigkeit zu einer Nummer, bestimmt auch ihren ökologischen Wert und die Beschränkung auf Gewisse Beschäftigungsbereiche 🙂
  • G.R.R.Martin: Die Königin der Drachen für Aufgabe 21: Lies ein Buch, in dem es um Riesen geht oder in dem ein Riese vorkommt. Da bin ich doch gleich fündig geworden in meiner Abendlektüre für den November, nämlich Band 6 von Ein Lied von Eis und Feuer, in dem die Riesen bei der Schlacht an der schwarzen Festung in deren Verlauf auch Ygritte stirbt, eine wichtige Rolle spielen. (3 Punkte)
  • James Patterson: Tagebuch für Nicholas für Aufgabe 23: Lies ein Buch, das in Tagebuchform geschrieben ist. Der Hauptteil dieses Buch besteht aus dem Tagebuch, dass Katie von Matt erhält, der sie kurz zuvor überstürzt verlassen hat. Es geht darum um eine junge Mutter, die an ihren Sohn schreibt. Es ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. (3 Punkte)
  • Jennifer L. Armentrout: Obsidian für Aufgabe 25: Lies ein Buch, in dem es um Gestaltenwandler geht. Diese Wahl ist etwas unorthodox, aber deswegen nicht weniger passend, denn die Lux können sich nicht nur in reines Licht auflösen, sondern auch jede andere Gestalt darstellen, wenn sie es möchten. (3 Punkte)

Die Zusatzaufgabe für November habe ich auch erfüllt und ihr könnt den Beitrag dazu hier lesen.

Damit habe ich bis jetzt insgesamt  45/60 Punkten!

Ich habe mich auch an einem ersten LesemonatVideo versucht, aber leider bin ich noch nicht so gut, was den Schnitt angeht. Ich habe die Hälfe rausgeschnitten und viel zu viel gequasselt. Wer trotzdem mal schauen will, findet das Video bei Youtube.

Liebe Grüße

Eure Christine

 

 

 

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[Rezension] DIE BUCHSPRINGER – MECHTHILD GLÄSER

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„Schwörst du, beim Lesen stets dem Schutz der Geschichten zu dienen und nichts zu tun, was sie zerstören oder verändern könnte?“

[Seite 44]

ab 12 Jahren, Erstmals erschienen 2015, 3. Auflage 2015
384 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7497-3
Hardcover mit Schutzumschlag
17,95 € (D)

[Fakten und Cover unterliegen dem Copyright des LOEWE – Verlag]

Inhalt
Nach einigen unerfreulichen Ereignissen zuhause für Alexis und Amy, flüchten Mutter und Tochter auf die schottische Insel Stormsay, die einst das zuhause von Alexis war. Für Amy ist es der erste Besuch und auch das erste Zusammentreffen mit ihren Verwandten. Sie erfährt, dass sie einem uraltem Clan angehört, der noch dazu die Gabe hat in Geschichten zu reisen,und diese beeinflussen und beschützen zu können.

Amy kann sich sehr schnell mit dieser Entdeckung anfreunden und schlüpft fortan von einem Klassiker zum Nächsten. Doch die Buchwelt eröffnet sich ihr wenig friedlich, denn ein Dieb treibt sich um und stiftet in Größen wie „Alice im Wunderland“, „Ein Sommernachtstraum“, „Stolz und Vorurteil“ und vielen anderen, große Unruhe. Amy macht sich zusammen mit Schir Khan und Goethes Werther auf, um den Übeltäter zu stellen, doch das ist gar nicht so einfach, denn scheinbar hat es auch jemand auf Amy abgesehen…..

Unbenannt

Ich bin mit recht großen Erwartungen an diese Geschichte herangegangen, denn ich finde der Plot hat unheimlich viel Potential und das Buch wird in der Presse hochgelobt. Allerdings wurde ich recht schnell enttäuscht. Ich bin mit den Figuren einfach nicht warm geworden. Sie waren so klischeehaft gezeichnet und wenig nachvollziehbar. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter wirkte irgendwie unglaubwürdig und auch die ständigen Sprünge in der Erzählstruktur waren für mich weniger eloquent denn einfach nur nervig.

Ich muss gestehen, dass ich teils das Hörbuch, gelesen von Ann Vielhaben dazunahm, da ich schon gerne wissen wollte wie es weiterging, merkte aber bald, dass ein Teil der Enttäuschung über dieses Buch dem Lesestil von Frau Vielhaben geschuldet war, der einfach nicht meiner war. Manchmal hat man sowas ja. Also lies ich das Hörbuch nach einer kurzen Weile aus und empfand das Buch dann auch gleich ein bisschen besser.

Die Sequenzen und Figuren aus den großen Klassikern, sowie deren Einbindung ins Geschehen fand ich durchaus ansprechend und passend, allerdings war mir nicht klar, wie Menschen Dinge tun und weite Strecken zurücklegen können, ohne dass man es ihren Füßen oder ihren Händen etc. ansieht und ich habe auch nicht verstanden, warum Buchfiguren mit in die Draußenwelt genommen werden können, aber eben doch nicht alle. Und was eine Offenbarung über Amys Herkunft für Konsequenzen haben könnte, wird auch nicht zu Ende gedacht.

Mein Fazit ist daher: Alles in Allem muss ich sagen, dass das Buch durchaus lesbar war und auch mit einer gewissen Spannung aufwarten konnte. Und deswegen ist für mich das Lesen dieses Buches auch kein unbedingtes MUSS.

Anhand dieser Leseprobe könnt ihr euch aber auf jeden Fall schonmal einen ersten eigenen Eindruck verschaffen.

Ich gebe diesem Buch:

3 punkte

Liebe Grüße

Name

 

[REZENSION] PHANTASTISCHE TIERWESEN UND WO SIE ZU FINDEN SIND (ORGINALDREHBUCH) – J.K. ROWLING

„Die geheimnisvolle Macht fliegt hoch in den Himmel hinauf und schießt dann durch die Stadt, wirbelt kreuz und quer durch Gassen und Straßen, bevor sie in eine U-Bahn – Station hinabfährt.“

[Seite 16]

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Eckdaten:

Autor: J.K. Rowling
Titel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind:
Das Originaldrehbuch
Aus dem Englischen von Anja Hansen-Schmidt
Ab 14 Jahren
304 Seiten, Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag
€ (D) 19,99 | € (A) 20,60
ISBN 978-3-551-55694-3

In­halt

Der Magizoologe Newt Scamander will in New York nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Doch als sein magischer Koffer verloren geht und ein Teil seiner phantastischen Tierwesen entkommt, steckt Newt in der Klemme – und nicht nur er.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch, nach Motiven aus dem gleichnamigen Hogwarts-Schulbuch, ist das Drehbuchdebüt von J.K. Rowling, Autorin der heiß geliebten und weltweit erfolgreichen Harry-Potter-Serie. Dieses Abenteuer, mit seinen außergewöhnlichen Figuren und magischen Geschöpfen, sprüht vor Ideen und ist große Erzählkunst, die ihresgleichen sucht. Es ist für alle Filmliebhaber und Leser ein absolutes Muss – für eingeschworene Fans wie für jeden Muggel, der die Magische Welt zum ersten Mal betritt.

Der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind startete im November 2016 in den Kinos.

Diese Informationen sind der offiziellen Carlsen – Website entnommen.

Ihr könnt das Buch auf dieser Seite auch direkt erwerben 😉

Unbenannt

Als Harry-Potter-Fan der ersten Stunde kann ich natürlich nur schwerlich an Büchern vorbeigehen die mit dem Harry Potter Universum auch nur im entferntesten zu tun haben und ich möchte es auch gar nicht. Nachdem ich bereits das Skript „Harry Potter and the Cursed Child“ zum gleichnamigen Theaterstück gelesen hatte, freute ich mich natürlich auch auf ein weiteres Werk dieser Art und mein Wunsch wurde mir mit dem Originaldrehbuch zu dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ erfüllt.

Hat man erstmal angefangen Bücher in dieser Aufmachung – also der Skriptform – zu lesen, möchte man es nicht mehr missen, denn auch wenn der Lesefluss anfangs etwas stockend ausfällt, gewöhnt man sich schnell an den Schreibstil und das innere Auge kann wunderbare Szenerien gestalten. Zudem ist ein solches Buch wirklich schnell gelesen und macht so richtig Spaß.

Es geht um den Magizoologe Newt Scamander, der seinen magischen Koffer bei einem Zwischenstopp in New York, mit einem No-Maj (einem Nicht-Magischen) vertauscht und so gezwungen ist, sich länger als ursprünglich geplant in der pulsierenden Stadt um 1926 aufzuhalten, um seinen Koffer wiederzuerlangen und die daraus entschlüpften magischen Geschöpfe wieder einzusammeln. Dabei ist die Lage für Zauberer in Amerika eine ganz andere, als wir sie aus den Harry Potter Romanen kennen. Denn während die englischen Zauberer zu Harrys Zeit mehr oder weniger friedlicher Koexistenz mit den Muggeln leben, wurden sie im Amerika der 1920er verfolgt und müssen sich im Untergrund verstecken.

Die Gesamtsituation wird belastet durch unerklärliche Vorgänge und Zerstörungen überall in New York. Gellert Grindelwand, dessen Namen wir schon aus den Harry Potter Büchern gut kennen, treibt sein Unwesen und auch die entschlüpften magischen Geschöpfe machen die Lage da nicht gerade besser..

Getragen von diesen verschiedenen Vorkommnissen, zaubert das Drehbuch von J.K. Rowling eine unverwechselbare Kulisse, die uns wieder einmal in Harrys Welt entführt und doch mit so viel Neuem aufwartet. Die neuen Charaktere die wir kennen lernen dürfen, sind nachvollziehbar, charmant und durch die Bank weg symphatisch im Guten wie im Bösen.  Die Tiere sind liebevoll ausgestaltet und man ist direkt gefangen und von den vielen Details.

Detailreich gestaltet ist auch das Buch an sich. Denn die goldenen Ornamente und die Tierzeichnungen, die das Cover schon so ansprechend zieren, finden wir auch im Buch wieder. Jede Seite weist kleine oder große Zeichnungen auf und verdoppelt so den Lesespaß.

Mit Rowlings großartigem Erzählstil bleibt eine kleine Wehmut zurück, dass ein Roman vielleicht noch vielschichtiger und einnehmender hätte sein können, doch so wie es nun vorliegt ist diese Geschichte ein großartiger Auftakt zu denen die da in den folgenden Jahren noch kommen werden und ich kann euch trotzdem eine herzlichste Leseempfehlung ausbrechen.

Ich hatte eine grandiose Zeit beim Lesen.

Ganz liebe Grüße

Name

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J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 80 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K.

[REZENSION] REIHE: POESIE FÜR KINDER – KINDERMANN VERLAG

Meine Kinder hören am liebsten Geschichten in Gedichtform. Mit einem und drei Jahren hören sie gebannt zu und lieben die Reime. Dennoch hatte ich vor über einem Jahr Goethes Zauberlehrling in Buchform mit großformatigen Bildern eher für mich in der Stadtbibliothek ausgeliehen, da ich seid eh und je ein großer Fan von Balladen und Gedichten bin. Goethe, Adelbert von Chamisso und allen voran Schiller neben so vielen anderen Dichtern wie Rilke oder Fontane, begleiten mich – nicht zuletzt dank meiner Großmutter- seid ich denken kann.

Als ich das neu erstandene Buch damals abends auf der Couch las, setzte sich mein kleiner Sohn – gerade etwas über 2 – zu mir, kuschelte seinen Kopf dicht an seine gerade geschlüpfte Schwester und fragte mit großen Augen, ob ich denn das Buch nicht vorlesen könne. Er rutschte auf meinem Schoß hin und her um einen besseren Blick auf die Bilder zu bekommen und ich begann zu lesen…

In diesem Moment vor über einen Jahr, begann eine Liebe, die ich sonst nur vom Grüffelo und dem Buch „Nochmal“ kenne. Fynn war völlig hin und weg. Ich musste das Buch so oft lesen und es war jedes Mal ein Drama, wenn die Leihfrist zu Ende ging. Kurz um seinen dritten Geburtstag herum, konnte der kleine Kerl das Gedicht auswendig und ich erntete manchen verwirrten Blick, wenn mein Sohn mal wieder durch den örtlichen Supermarkt hechtete mit den Worten: “ Und nun komm, du alter Besen. Nimm die schlechten Lumpenhüllen…“

Er erzählt seinen Freunden von der Geschichte und seiner Oma und jedem sonst, mit einer Begeisterung, die mich jedes Mal staunen lässt.

Als ich nun in diesem Jahr an den Pressetagen auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs war, stattete ich auch dem Stand des Kindermann Verlags einen Besuch ab und freute mich an Fynns statt königlich, als ich die Reihe „Poesie für Kinder“ hübsch aufgereiht im Regal stehen sah.

Neben dem Zauberlehrling von Goethe gab es da noch „Der Ring des Polykrates“ von Schiller, die „Loreley“ von Heine, der „Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff, „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Fontane, „Die Bürgschaft“ von Schiller und viele weitere. Eine Übersicht aller verfügbaren Titel findet ihr hier.

Wieder zuhause angekommen, erzählte ich Fynn von meiner Entdeckung und der Tatsache, dass Herr von Ribbeck sogar von der Illustratorin signiert sein würde, wenn wir sonntags ein Exemplar erwerben wollten und das war klar vorgesehen, wie ich donnerstags gleich fest gemacht hatte.

Insgesamt durften also 3 Bände der Reihe fürs erste bei uns einziehen und mit wachsendem Alter meiner Kinder mit Sicherheit nach und nach noch mehr.

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Das erste war ganz klar der Zauberlehrling, der einfach schon mit seiner gleichläufigen Gedichtstruktur überzeugt.

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Die Illustrationen von Sabine Willharm sind modern, aber nichts zu abstrakt für Kinder. Außerdem sind sie auch für ältere Kinder immer noch ansprechend. Und die Ballade selbst einfach wunderbar.

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Die Bürgschaft wurde von Jenny Brosinski illustriert und zeigt auf jeder Doppelseite eine großflächige Szenerie in Comicform mit kleinen Sprechblasen und humoristischer Untermalung der großartigen Schiller-Ballade. Hier muss ich gestehen, dass mich die Gestaltung leider nicht sehr überzeugt, was allerdings der Tatsache geschuldet ist, dass mich der Stil der Künstlerin schlichtweg nicht abholt.

Das dritte Buch ist, wie schon erwähnt, Fontanes Herr von Ribbeck, gezeichnet von Dorota Wünsch. Im Vergleich ist dieses Buch auf jeden Fall mein Favorit in der Gestaltung und als Eintiegswerk in die Reihe sehr zu empfehlen. Mir gefällt der Stil, die Interpretation der Figuren und die wunderbare Aufteilung der Verse. Immer ein Absatz pro Doppelseite, sodass die großzügigen Bilder voll zur Geltung kommen. Es ist auch mit Abstand das Buch, bei dem meine einjährige Tochter am ehesten sitzenbleibt und zuhört. Für sie sind lange Gedichte ja noch etwas schwierig, hier aber kein Problem.

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Gedichte sind so wichtig für Kinder. Denn man kann mit ihnen schon in jungen Jahren eine Liebe zur Literatur wecken, die ihres gleichen sucht.

Reime geben dem Kind Harmonie und machen es wesentlich leichter die Verse auswendig zu lernen. Die Begeisterung der Eltern über ein ohne Druck auswendig gelerntes Gedicht wird das Kind mit Stolz erfüllen und ihm ein großes Erfolgsergebnis geben. Die Bindung zwischen Eltern und Kind wird gefördert.

Überdies erkennen Kinder in geliebten Geschichten Bekanntes gerne wieder und entdecken voller Freude auch Neues.

„Ein Gedicht lässt im Kind innere Bilder entstehen, wodurch die kindliche Kreativität gefördert wird. Da die Worte leicht einprägsam sind,

  • schulen sie zusätzlich die Konzentration und
  • erweitern den Wortschatz.

Gedichte bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, man kann sie:

  • vorlesen
  • die Kinder nacherzählen lassen
  • auswendig lernen
  • nachspielen
  • in einem schönen Bild nachmalen.

Mit dem Rhythmus und Gleichklang werden wichtige sinnliche Erfahrungen gemacht. So kann der melodische Rhythmus des Gedichtes mit Bewegungen kombiniert werden, wie:

  • Schaukeln und Wiegen
  • Hüpfen
  • Laufen“

Quelle: Die Bedeutung von Kindergedichten

In jedem Fall lege ich euch sehr ans Herz Gedichte gemeinsam mit Kindern zu entdecken.

Die vorgestellten Bände könnt ihr unter dem folgenden Links bestellen. Dort findet ihr auch die Quelle der Beschreibungen, die nun folgen:

Der Zauberlehrling

von Johann Wolfgang von Goethe
mit Bildern von Sabine Wilharm
ab 5 Jahre, 24 Seiten, 21 x 28 cm
Halbleinen, Pappband, matt kaschiert
ISBN 978-3-934029-25-5

Handlung:

„Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom frechen Zauberlehrling, der hinter dem Rücken seines Meisters die Besen tanzen lässt und dabei ziemlich nasse Füße bekommt?“

Der Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

von Theodor Fontane
mit Bildern von Dorota Wünsch
ab 4 Jahre, 24 Seiten, 21 x 28 cm
Halbleinen, Pappband, matt kaschiert
ISBN 978-3-934029-66-8

Handlung:

„Ob kichernd-scheue Mädchen oder kecke Jungs: Der großherzige Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland hat für alle ein offenes Herz. Er verschenkt Jahr für Jahr die köstlichen Birnen aus seinem Garten an die Kinder im Dorf. Doch wie soll es nach seinem Tod weitergehen? Zu Recht misstraut er seinem geizigen Sohn und befürchtet, dass dieser künftig keine Birnen mehr verteilen wird. Er schmiedet einen genialen Plan, um die Kinder auch über seinen Tod hinaus reich mit den süßen Früchten zu beschenken und sein Vermächtnis gelingt.“

Die Bürgschaft

von Friedrich Schiller
mit Bildern von Jenny Brosinski
ab 7 Jahre, 32 Seiten, 21 x 28 cm
Halbleinen, Pappband, matt kaschiert
ISBN 978-3-934029-34-7

Handlung:

„Damon zieht aus, um den grausamen König Dionys zu ermorden. Das Unterfangen misslingt. Noch bei seiner Ergreifung wird er zum Tode am Kreuz verurteilt. Damon bittet nicht um sein Leben, aber um eine Gnadenfrist von drei Tagen, um seiner Familie einen letzten Dienst erweisen und seine Schwester verheiraten zu können. Als Unterpfand bleibt Damons Freund zurück. Verstreicht die Frist bis zum Sonnenuntergang am dritten Tag vor der Wiederkehr des Verurteilten, so muss der Bürge an Damons Stelle sterben. Gejagt von der ablaufenden Zeit und der Angst um den geliebten Freund begibt sich Damon auf eine Reise, die ungeahnte Gefahren und Hindernisse birgt. Schafft er es, rechtzeitig zurück zu sein und den Freund vor dem sonst sicheren Tod zu retten …?“

Ich wünsche euch viel Freude beim Entdecken dieser Bücher, die Gewissheit, dass sie lange und immer wieder im Gebrauch sein werden und einen wunderschönen Tag

Eure Christine

#LiesDichNachHogwarts Monatsrückblick Oktober 2017

Guten Morgen Ihr Lieben!

Der erste Monat der LeseChallenge #liesdichnachhogwarts ist zu Ende und ich bin total glücklich mit meinem Ergebnis. Wir lesen jeden Monat schon ziemlich viele Bücher, aber die meisten sind eben auch Kinderbücher und meist bleibt nur am Abend Zeit für Literatur, die wir auch ohne unsere zwei Mäuse lesen können. Aber da ich viel parallel Hörbücher genieße, gerade wenn ich abends handarbeite und auch viel lesen kann, wenn meine Kinder draußen spielen und ich mich dann dazu setze, kam dann im Oktober doch einiges zusammen.

Dieses „sich Zeit nehmen“ mit dem Fokus wirklich auch auf die Challenge hat mir sehg ut getan und ist für mich auf jeden Fall ein Gewinn, den ich mir jetzt schon mitnehmen kann.

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So kam es, dass ich bis jetzt folgende Bücher für die Challenge im Monat Oktober in der angegebenen Reihenfolge gelesen habe:

  • J.K. Rowling: Harry Potter and the Cursed Child für Aufgabe 1: Lies ein Buch, das in einer Schule spielt. Naja und welche Schule ist das besser geeignet als Hogwarts? [1 Punkt] Die Rezension findet ihr HIER
  • Jullian Fellowes: Belgravia für Aufgabe 2: Lies ein Buch, das in London spielt. Mit Belgravia kein Problem, denn schließlich setzt dieses Buch dem Londoner Stadtteil Belgravia ein gutes Denkmal.  [1 Punkt] Die Rezension findet ihr HIER
  • J.K. Rowling: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Das Originaldrehbuch für Aufgabe 5: Lies ein Buch deiner Wahl aus dem Carlsen Verlag und rezensiere es auf deinem Blog [Hierfür gibt es noch keine Punkte, denn ich möchte dieses Buch Punkt 5 der Challenge zuordnen und dazu muss noch eine Rezension erfolgen, bevor die Punkte zählen]
  • Kerstin Gier: Silber – Das erste Buch der Träume für Aufgabe 24: Lies ein Buch, in dem eine magische/fiktive Welt auf die echte Welt trifft. Liv Silber ist sowohl in der realen Welt unterwegs, als auch in der Traumwelt, in der alles möglich ist und sie alles sein kann was sie will, solange sie nur dran glaubt. [3 Punkte]
  • Kerstin Gier: Silber – Das zweite Buch der Träume für Aufgabe 16: Lies ein Buch, in dem es um Angst/Albträume geht. Der Kampf gegen 2 dämonische Mitschüler und die alltäglichen Probleme von Liv Silber ziehen den ein oder anderen Albtraum und Angst definitiv nach sich.  [2 Punkte]
  • Kerstin Gier: Silber – das dritte Buch der Träume für Aufgabe 18: Lies ein Buch, in dem es eine (böse) Überraschung gibt. Und von diesen hält der dritte Band der Silber-Trilogie einige für Liv Silber und ihre Freunde bereit. [2 Punkte]
  • Kiera Cass: Siren für Aufgabe 22: Lies ein Buch, in dem es um Wiederauferstehung geht. Die wunderschöne Kahleen muss eigentlich bei einem Schiffsunglück sterben, doch die See lässt sie als eines ihrer Geschöpfe wieder aufleben und fortan muss sie ihr dienen. [3 Punkte]
  • Kiera Cass: Selection für Aufgabe 20:Lies ein Buch, das in einem Schloss spielt/in dem ein Schloss eine Rolle spielt. Da passte Selection natürlich perfekt, denn schließlich findet das ganze Casting im Schloss statt. [2 Punkte]
  • Mechthild Gläser: Die Buchspringer für Aufgabe 14:Lies ein Buch, in dem es um Bücher geht. Immerhin reisen Amy und Will durch die großen Klassiker der Literatur im einen gemeinen Ideendieb zu stellen und die Welt der Bücher vor Zerstörung zu bewahren. [2 Punkte]

Natürlich habe ich auch die Zusatzaufgabe für Oktober erfüllt. Ihr findet den Blogbeitrag HIER [5 Punkte]

Damit habe ich bis jetzt 21 Punkte gesammelt.

Gestern Abend habe ich mit Obsidian von Jennifer L. Armentrout für Punkt 11 angefangen und ich bin wirklich gespannt, denn dieses Buch lag so lange auf meinem SUB, dass ich es kaum zugeben mag. Umso mehr freue ich mich, es heute zu lesen 🙂

Liebe Grüße

Eure Christine

 

 

[REZENSION] BELGRAVIA – JULIAN FELLOWS

„Es war, als warte eine Handgranate auf ihre Explosion.[…] Allem, was er erarbeitet, ja erkämpft hatte, drohte die Vernichtung. Und das ausgerechnet durch seine eigene Frau.“ 

[Seite 141/143]

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Titel: Belgravia
Originaltitel: Belgravia
Autor: Julian Fellowes
Übersetzerin: Maria Andreas
Genre: Sonstige Belletristik
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
ISBN-13: 978-3570103241
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 448 Seiten
Preis: 19,99 €
Erschienen: November 2016

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Taschenbuch für den 13. November 2017 bei Amazon vorbestellen!

Die Rezension zu diesem Buch zu schreiben ist mir gar nicht so leicht gefallen. Und ich habe lange vor einem leeren Bildschirm gesessen. Grund dafür war, dass ich zunächst einmal extrem hohe Erwartungen an dieses Werk hatte. Das lag zum einen daran, dass ich ein sehr großer Downton  Abbey Fan bin, zum anderen aber auch daran, dass es mir historische Romane im Allgemeinen und die Zeit Viktorias I. im Besonderen einfach angetan haben.

Das Cover selbst ist wunderschön passend gestaltet. Wir sehen ein in rauchigen Blautönen gehaltenen Umschlag mit menschlichen Silhouetten und einer typischen Belgravia – Häuserfront. An den Ecken ist das Cover mit Ornamenten verziert und ich finde eine bessere Verpackung für diese Geschichte hätte es nicht geben können, wobei auch die neue Taschenbuchausgabe mit einer stimmungsvollen Gestaltung aufwartet.

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Belgravia spielt – mal abgesehen von einer kurzen Anfangssequenz am Vorabend der Schlacht von Waterloo 1815 – im Jahre 1841.

Auf der Verlagsseite lesen wir:

„Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm.“

Im Mittelpunkt des Geschehens ab 1841 stehen die Familien Trenchard und Brockenhurst. Während letztere alter Adel ist, sind die Trenchards Emporkömmlinge, die sich ihr Vermögen fleißig erarbeitet haben und James Trenchard, das Familienoberhaupt, war in der Zeit nach Napoleon maßgeblich an der baulichen Gestaltung von Belgravia beteiligt.

Es trägt sich aber zu, dass beide Familien, so unterschiedlich sie auch sind, in ein gemeinsames Geheimnis verwickelt werden, in dessen Zentrum der Jungunternehmer Charles Pope steht.

Während dieser mit seiner eigenen Gefühlswelt und der großen, unerreichbaren Liebe beschäftigt ist, werden um ihn herum die Heimlichtuereien, Spitzeleien und Geheimnisse immer größer und nicht alle Beteiligten sind im wohlgesonnen.

Mehr möchte ich euch eigentlich gar nicht verraten und wenn ihr das Buch lesen wollt, lege ich euch nahe, den Klappentext zu meiden, den ich hier auch extra nicht mit aufgenommen habe, da er, wie ich finde, einfach schon zu viel verrät.

Alles in allem hat mir das Buch aber gut gefallen. Ich fand die Szenerie schön und ich mag ja Liebesgeschichten generell sehr gerne und Charles Pope ist ein Meister der romantischen Worte.

„Lady Maria, ich würde gegen Drachen kämpfen, ich würde über glühende Kohlen laufen, ich würde das Tal des Todes durchqueren, wenn ich glaubte, ich hätte damit eine Chance, Ihr Herz zu gewinnen.“

[Seite 254]

Allerdings fand ich zunächst den anfänglichen Zeitsprung etwas verwirrend und konnte mich dann nur holprig auf den Umschwung einstellen, da ich mich bereits auf andere Protagonisten fokussiert hatte. Ich glaube einfach das ist auch ein bisschen der Tatsache geschuldet, das „Belgravia“ ursprünglich als Fortsetzungsroman in 11 Teilen erschienen ist.

Die Geschichte und die einzelnen Charaktere in ihr fand ich gut gedacht, allerdings zu schwarz/weiß gezeichnet. Während in Downton Abbey es leicht fiel sich mit den einzelnen Personen zu identifizieren, ihre Beweggründe nachzuvollziehen und Lieblinge auszumachen, so fand ich die Figuren bei Belgravia einfach blass und zu viel nur gut oder nur schlecht. Das Hauspersonal der Protagonisten war hauptsächlich dumm gezeichnet, wenig integer und absolut nicht charmant. Die Zusammenhänge selbst fand ich interessant, aber leider schon sehr früh durchschaubar. Ich denke als Film, wären diese Aspekte einfach gar nicht so ins Gewicht gefallen.

Aber auch wenn es nach diesem Absatz nicht so klingt, hat mir das Buch gefallen. Ich wollte es zumindest nicht aus der Hand legen. Es war flüssig geschrieben, die Szenerie hat mich – wie gesagt – abgeholt und ich mochte die einzelnen Entwicklungsstränge. Außerdem war ich gleichermaßen traurig, als das Buch zu Ende war.

Mein Fazit ist daher: Das Buch ist durchaus LESBAR! Für Liebhaber der Zeit und von Downton Abbey vermag es wirklich über das Ende dieser grandiosen Serie hinwegzutrösten. Ja, es kommt bei weitem nicht an dieses epische Werk ran, aber diese Vergleiche sind ja auch nicht immer toll.

Man wird zwar nicht bei jeder Seite aufs Neue überrascht und die Entwicklungen sind auch nicht unvorhersehbar, aber es ist auf jeden Fall ein Buch für angenehme Wohlfühl-Lesestunden!

Ich gebe diesem Buch: 

3 punkte

Liebe Grüße

Eure Christine