[Rezension] Die rote Königin (Die Farben des Blutes Band 1) – Victoria Aveyard

„In der Schule haben wir einiges über die Welt vor unserer Zeit gelernt, über die Engel und Götter, die im Himmel lebten und mit gütiger, liebender Hand über die Welt herrschten. Manche behaupten, das seien nur Geschichten, aber das glaube ich nicht.
Die Götter herrschen noch immer über uns. Sie sind von den Sternen herabgestiegen.
Aber sie sind nicht mehr gütig.“

[Seite 21]

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Titel: Die rote Königin
Originaltitel: Red Queen
Autor: Victoria Aveyard

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Übersetzerin: Birgit Schmitz
Genre: Fantasy/Distopie
Verlag: Carlsen Verlag
ISBN-13: 978-3-551-58326-0
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 512 Seiten
Preis: 19,99 €
Erschienen: 2015

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Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil ich auf der Suche nach einer neuen Reihe war. Ich liebe mehrteilige Geschichten, weil mich die Entwicklungen und Geschehnisse die Mehrteiler beinhalten können, immer wieder in ihren Bann schlagen.

Das Cover mit seiner glänzenden Folierung, der zweifarbigen Aufmachung und der Ahnung von einem Gesicht gefällt mir sehr gut und so durfte das Buch dann direkt auf meinen SUB ziehen.

Buchtrailer bei Youtube!

Zu „Die rote Königin“ lesen wir auf der Verlagsseite:

Das Fantasy-Highlight aus den USA! *** Rot oder Silber – Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz … — Fesselnd, vielschichtig und voller Leidenschaft: Victoria Aveyard entwirft eine faszinierende Welt mit einer starken Heldin, die folgenschwere Entscheidungen treffen muss. Es geht um Freundschaft, Liebe und Verrat, um Politik, Intrigen und Rebellion, um Gut und Böse – und jede Schattierung dazwischen.

[Buch- und Autorenfotos, sowie die Inhaltsangabe obliegen dem Copyright des CARLSEN Verlags]

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Victoria Aveyard greift in ihrem Roman Zusammenhänge auf, die uns bekannt sind. Die Theorie der Blaublütigen als Adelsgeschlechter in gehobener Position mit mehr Macht, mehr Geld und mehr Einfluss, wird hier in weitergeführter Form in eine Welt eingebaut, die an das Mittelalter erinnert, auch wenn immer wieder auf moderne Technologien hingewiesen wird. Man findet vieles, dass an andere Geschichten wie Selection, Grischa und viele andere Distopien erinnert.

Die Protagonistin, die 17-jährige Mare, lebt in einem Dorf der dienenden Roten als eines von fünf Kindern. Sie wächst in ärmlichsten Verhältnissen auf und hält sich mit Diebstahl über Wasser. Mare ist eine Kämpfernatur, sucht ihre Familie und ihre Freunde zu unterstützen und wirkte auf mich auch sehr störrisch. Ihre aufbrausende Art und den Hang zur Schwarz-Weiß-Sicht, machte es mir schwer, mich mit ihr als Charakter anzufreunden. Dies übertrug sich auch auf die Handlung, dazu später aber noch mehr.

Mare hat auch diesen obligatorischen Jugendfreund, der natürlich heimlich in sie verliebt ist und sie ist hart, kalt und berechnend. Trotzdem sind aber gleich beide Prinzen in sie verliebt und sich auch sehr viel Mühe geben, dass Mare sich am Hof wohlfühlt, nachdem sie ihrem gewohnten Leben entrissen wurde. Da war ich dann soweit, dass ich mitunter sogar Mitleid mit Maven hatte, der sich ja – aus Gründen die jetzt Mal dahingestellt seien – wirklich müht Mare zur Seite zu stehen.

Die Handlung selbst packte mich nicht wirklich. Ich konnte mich nicht in die ganzen Abläufe hineinversetzen und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das dadurch bedingt war, dass ich Mare so gar nicht leiden kann oder ob ich Mare nicht leiden kann, weil der Schreibstil mir überhaupt nicht zusagte. Jedenfalls erschien mir alles so mühsam, ich wurde nicht mitgerissen und dachte mir mehr als einmal „Wie doof kann man eigentlich sein?“

Trotzdem hielt ich durch, denn die Beschreibung auf dem Bibliothekszettel verhieß ein überraschendes und spannendes Ende, was mir leider nicht gegönnt war. Ständig wurde man mit der Nase drauf gestupst, dass nichts so ist wie es scheint, dass jeder Mare verraten kann und eigentlich alles eine einzige Farce ist. Da musste das Ende ja nun wirklich so kommen und jedes halbwegs denkende Wesen hätte mal auf Gefühle und Zusammenhänge achten können, um das ein oder andere vorhersehen können.

Am Besten gefallen hat mir noch der Kronprinz Cal, dessen Figur mir von Anfang an nachvollziehbarer erschien. Ich konnte sein Handeln und seine Gefühle verstehen und empfand ihn als authentisch. Sein Schicksal am Ende war irgendwie auch das Einzige, dass mich so ein bisschen tangiert hat. Bei Mare war mir irgendwie völlig egal, was aus ihr wird.

Die Scharlachrote Garde war weiterhin noch ein interessanter Aspekt im Aufbau der Geschichte und hat bei uns zuhause zu einigen Diskussionen über die RAF und deren radikalen Maßnahmen geführt, da Matthes und ich ja oft parallel lesen und uns dann eben auch gut austauschen können. Das schätze ich sehr.

Alles in allem finde ich das die Geschichte Potential gehabt hätte, wenn Mare irgendwie anders gewesen oder anders beschrieben worden wäre. Wenn vielleicht nicht alles so krampfhaft beschrieben worden wäre und so weiter und so weiter. Wenn, wenn, wenn.

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Ich werde dem zweiten Band mal noch eine Chance geben und dann berichten. Viel Hoffnung mache ich mir nicht. Ich gebe dem Buch 2 Herzen!

2 Herzen

Wie hat es euch denn gefallen? Ich weiß, dass es ein Bestseller war und sehr vielen richtig gut gefallen hat. Also her mit euren Meinungen

 

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Name

[Rezension] DIE BUCHSPRINGER – MECHTHILD GLÄSER

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„Schwörst du, beim Lesen stets dem Schutz der Geschichten zu dienen und nichts zu tun, was sie zerstören oder verändern könnte?“

[Seite 44]

ab 12 Jahren, Erstmals erschienen 2015, 3. Auflage 2015
384 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7497-3
Hardcover mit Schutzumschlag
17,95 € (D)

[Fakten und Cover unterliegen dem Copyright des LOEWE – Verlag]

Inhalt
Nach einigen unerfreulichen Ereignissen zuhause für Alexis und Amy, flüchten Mutter und Tochter auf die schottische Insel Stormsay, die einst das zuhause von Alexis war. Für Amy ist es der erste Besuch und auch das erste Zusammentreffen mit ihren Verwandten. Sie erfährt, dass sie einem uraltem Clan angehört, der noch dazu die Gabe hat in Geschichten zu reisen,und diese beeinflussen und beschützen zu können.

Amy kann sich sehr schnell mit dieser Entdeckung anfreunden und schlüpft fortan von einem Klassiker zum Nächsten. Doch die Buchwelt eröffnet sich ihr wenig friedlich, denn ein Dieb treibt sich um und stiftet in Größen wie „Alice im Wunderland“, „Ein Sommernachtstraum“, „Stolz und Vorurteil“ und vielen anderen, große Unruhe. Amy macht sich zusammen mit Schir Khan und Goethes Werther auf, um den Übeltäter zu stellen, doch das ist gar nicht so einfach, denn scheinbar hat es auch jemand auf Amy abgesehen…..

Unbenannt

Ich bin mit recht großen Erwartungen an diese Geschichte herangegangen, denn ich finde der Plot hat unheimlich viel Potential und das Buch wird in der Presse hochgelobt. Allerdings wurde ich recht schnell enttäuscht. Ich bin mit den Figuren einfach nicht warm geworden. Sie waren so klischeehaft gezeichnet und wenig nachvollziehbar. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter wirkte irgendwie unglaubwürdig und auch die ständigen Sprünge in der Erzählstruktur waren für mich weniger eloquent denn einfach nur nervig.

Ich muss gestehen, dass ich teils das Hörbuch, gelesen von Ann Vielhaben dazunahm, da ich schon gerne wissen wollte wie es weiterging, merkte aber bald, dass ein Teil der Enttäuschung über dieses Buch dem Lesestil von Frau Vielhaben geschuldet war, der einfach nicht meiner war. Manchmal hat man sowas ja. Also lies ich das Hörbuch nach einer kurzen Weile aus und empfand das Buch dann auch gleich ein bisschen besser.

Die Sequenzen und Figuren aus den großen Klassikern, sowie deren Einbindung ins Geschehen fand ich durchaus ansprechend und passend, allerdings war mir nicht klar, wie Menschen Dinge tun und weite Strecken zurücklegen können, ohne dass man es ihren Füßen oder ihren Händen etc. ansieht und ich habe auch nicht verstanden, warum Buchfiguren mit in die Draußenwelt genommen werden können, aber eben doch nicht alle. Und was eine Offenbarung über Amys Herkunft für Konsequenzen haben könnte, wird auch nicht zu Ende gedacht.

Mein Fazit ist daher: Alles in Allem muss ich sagen, dass das Buch durchaus lesbar war und auch mit einer gewissen Spannung aufwarten konnte. Und deswegen ist für mich das Lesen dieses Buches auch kein unbedingtes MUSS.

Anhand dieser Leseprobe könnt ihr euch aber auf jeden Fall schonmal einen ersten eigenen Eindruck verschaffen.

Ich gebe diesem Buch:

3 punkte

Liebe Grüße

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[REZENSION] PHANTASTISCHE TIERWESEN UND WO SIE ZU FINDEN SIND (ORGINALDREHBUCH) – J.K. ROWLING

„Die geheimnisvolle Macht fliegt hoch in den Himmel hinauf und schießt dann durch die Stadt, wirbelt kreuz und quer durch Gassen und Straßen, bevor sie in eine U-Bahn – Station hinabfährt.“

[Seite 16]

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Eckdaten:

Autor: J.K. Rowling
Titel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind:
Das Originaldrehbuch
Aus dem Englischen von Anja Hansen-Schmidt
Ab 14 Jahren
304 Seiten, Hardcover, gebunden mit Schutzumschlag
€ (D) 19,99 | € (A) 20,60
ISBN 978-3-551-55694-3

In­halt

Der Magizoologe Newt Scamander will in New York nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Doch als sein magischer Koffer verloren geht und ein Teil seiner phantastischen Tierwesen entkommt, steckt Newt in der Klemme – und nicht nur er.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch, nach Motiven aus dem gleichnamigen Hogwarts-Schulbuch, ist das Drehbuchdebüt von J.K. Rowling, Autorin der heiß geliebten und weltweit erfolgreichen Harry-Potter-Serie. Dieses Abenteuer, mit seinen außergewöhnlichen Figuren und magischen Geschöpfen, sprüht vor Ideen und ist große Erzählkunst, die ihresgleichen sucht. Es ist für alle Filmliebhaber und Leser ein absolutes Muss – für eingeschworene Fans wie für jeden Muggel, der die Magische Welt zum ersten Mal betritt.

Der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind startete im November 2016 in den Kinos.

Diese Informationen sind der offiziellen Carlsen – Website entnommen.

Ihr könnt das Buch auf dieser Seite auch direkt erwerben 😉

Unbenannt

Als Harry-Potter-Fan der ersten Stunde kann ich natürlich nur schwerlich an Büchern vorbeigehen die mit dem Harry Potter Universum auch nur im entferntesten zu tun haben und ich möchte es auch gar nicht. Nachdem ich bereits das Skript „Harry Potter and the Cursed Child“ zum gleichnamigen Theaterstück gelesen hatte, freute ich mich natürlich auch auf ein weiteres Werk dieser Art und mein Wunsch wurde mir mit dem Originaldrehbuch zu dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ erfüllt.

Hat man erstmal angefangen Bücher in dieser Aufmachung – also der Skriptform – zu lesen, möchte man es nicht mehr missen, denn auch wenn der Lesefluss anfangs etwas stockend ausfällt, gewöhnt man sich schnell an den Schreibstil und das innere Auge kann wunderbare Szenerien gestalten. Zudem ist ein solches Buch wirklich schnell gelesen und macht so richtig Spaß.

Es geht um den Magizoologe Newt Scamander, der seinen magischen Koffer bei einem Zwischenstopp in New York, mit einem No-Maj (einem Nicht-Magischen) vertauscht und so gezwungen ist, sich länger als ursprünglich geplant in der pulsierenden Stadt um 1926 aufzuhalten, um seinen Koffer wiederzuerlangen und die daraus entschlüpften magischen Geschöpfe wieder einzusammeln. Dabei ist die Lage für Zauberer in Amerika eine ganz andere, als wir sie aus den Harry Potter Romanen kennen. Denn während die englischen Zauberer zu Harrys Zeit mehr oder weniger friedlicher Koexistenz mit den Muggeln leben, wurden sie im Amerika der 1920er verfolgt und müssen sich im Untergrund verstecken.

Die Gesamtsituation wird belastet durch unerklärliche Vorgänge und Zerstörungen überall in New York. Gellert Grindelwand, dessen Namen wir schon aus den Harry Potter Büchern gut kennen, treibt sein Unwesen und auch die entschlüpften magischen Geschöpfe machen die Lage da nicht gerade besser..

Getragen von diesen verschiedenen Vorkommnissen, zaubert das Drehbuch von J.K. Rowling eine unverwechselbare Kulisse, die uns wieder einmal in Harrys Welt entführt und doch mit so viel Neuem aufwartet. Die neuen Charaktere die wir kennen lernen dürfen, sind nachvollziehbar, charmant und durch die Bank weg symphatisch im Guten wie im Bösen.  Die Tiere sind liebevoll ausgestaltet und man ist direkt gefangen und von den vielen Details.

Detailreich gestaltet ist auch das Buch an sich. Denn die goldenen Ornamente und die Tierzeichnungen, die das Cover schon so ansprechend zieren, finden wir auch im Buch wieder. Jede Seite weist kleine oder große Zeichnungen auf und verdoppelt so den Lesespaß.

Mit Rowlings großartigem Erzählstil bleibt eine kleine Wehmut zurück, dass ein Roman vielleicht noch vielschichtiger und einnehmender hätte sein können, doch so wie es nun vorliegt ist diese Geschichte ein großartiger Auftakt zu denen die da in den folgenden Jahren noch kommen werden und ich kann euch trotzdem eine herzlichste Leseempfehlung ausbrechen.

Ich hatte eine grandiose Zeit beim Lesen.

Ganz liebe Grüße

Name

jk-rowling
J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 80 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K.