Grün, grün, grün…

Oh der April macht seinem Ruf alle Ehre und überrascht uns neben warmen Tagen auch mit lausig kalten Morgen und Schnee, sowie Hagel. Was ist denn da bei Frau Holle mal wieder los? Oder warum ist das so? Warum ist Gott ein Kind? Um mal Fynns Fragen wiederzugeben, denn wir sind im Warum-Land angekommen.

Ja, alles wird hinterfragt, eine endlos lange Warum-Kette kann schonmal den Nachmittag andauern und man entdeckt die Welt neu und nicht selten google ich jetzt die lustigsten Sachen, denn Mama weiß eben noch lange nicht alles.

Wenn ich nicht gerade damit beschäftigt bin die Welt zu erklären, oder draußen die Natur zu entdecken, dann singen und musizieren wir hier zu Hause. Leni liebt Musik ebenso wie Fynn.

Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Tagen mit Xylophon und Flöte, Klavier und Trommel „Die Vogelhochzeit“ gesungen habe. Am liebsten mag Fynn dabei den Auerhahn und singt die Strophe manchmal in einer Endlos-Schleife, bis er dann ruft: „Mama, sing nochmal!“

„Nochmal!“ ist eh so sein Wort, dass im Wortschatz meiner Kinder einen festen Platz hat, denn auch unsere Babymaus fängt an begeistert zu jauchzen und auf Bücher zu klopfen, die wir gerade gelesen haben.

Ein Buch, dass wir im Moment häufig lesen, und dann auch bestimmt nicht nur einmal pro Durchgang, weil „Nochmal, bitte!“, möchte ich euch heute mal wieder wärmstens empfehlen.

Ein Hardcover – Bilderbuch von Emily Gravett, erschienen bei den S. Fischer Verlagen mit dem Titel „Nochmal!“

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Es geht dabei um einen kleinen Drachen, der von einem seiner Eltern gerne seine liebste Gute-Nacht-Geschichte immer und immer wieder vorgelesen haben möchte, unabhängig davon, wie müde man ist und wenn das mal nicht so klappt wie gewünscht, dann kann der kleine Drache auch ganz schön wütend werden.

Ihr könnt es unter dem folgenden Link direkt bestellen und auch noch ein paar Infos über die Autorin erfahren:

http://www.fischerverlage.de/buch/noch_mal/9783737351737

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es lässt viel Raum zum freien Erzählen und beschreiben und die Kids haben große Freude daran die Texte mitzusprechen. Außerdem werden hier gleich mehrere Themen aufgezeigt!

Auf manchen Blogfotos konntet ihr ja schon einen Blick in die Kinderzimmer unserer Mäuse werfen. Ich werde sie bald auch nochmal einzeln vorstellen. In Lenis Zimmer jedenfalls, haben wir eine Lesehöhle eingebaut.

Dort kuscheln wir uns bei schlechtem Wetter draußen ein und lesen und lesen und erzählen Geschichten und haben einfach eine tolle Zeit zusammen.

Und auch wenn wir es uns warm in der Wohnung machen, so darf kuschelige Kleidung nicht fehlen. Eines meiner liebsten All-Time-Favourites für Leni ist dabei ein Zopfmuster-Strickkleid in Grün- und Brauntönen aus 100 % Schurwolle.

Ich habe es Leni gleich in zwei Größen gestrickt und zeige euch hier mal ein paar Bilder von der kleinen Maus, die jetzt tatsächlich schon fast ein halbes Jahr alt sind 🙂

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Sieht das nicht zuckersüß aus? DSC_0003DSC_0005DSC_0012DSC_0016DSC_0018

Gearbeitet habe ich mit Rundstricknadeln in Größe 3 und 3,5 und einem 3er Nadelspiel, sowie einer Häkelnadel in Stärke 3.

Die Anleitung findet ihr in einem Sabrina Special „Stricken fürs Baby“ aus dem Jahr 2015 mit der Nummer S2431. Erwerben könnt ihr es unter dem folgenden Link:

https://www.amazon.de/Sabrina-Special-Stricken-f%C3%BCrs-S2431/dp/B018I4OBA4

Das Kleid ist durch die vielen Zöpfe schön dehnbar und dadurch auch sehr bequem. Der Farbverlauf kommt aus dem Knäuel und es gibt ihn in der Qualität „Mille Colori Baby“ von Lang Yarns in 4 Varianten.

Wir haben uns hier für die Hersteller Farbe 16 „Grün-Braun-Türkis“ entschieden und finden das Ergebnis einfach toll. Den Messingfarbenen Knopf habe ich von einer Trachtenjacke meiner Großmutter, denn er passte einfach perfekt 🙂

Wie gefällt es euch?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

Christine

 

 

Unplugged!

Hallo Ihr Lieben!

Heute war bzw. ist ein herrlicher Sonntag. Bei wunderschönen 25 Grad haben wir den Tag genossen und waren ein bisschen unterwegs – absolut spontan.

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Nachdem wir am Vormittag noch viel zu Hause zu erledigen hatten, machten wir uns am Nachmittag auf die Socken um einfach ein bisschen rauszukommen. Bei uns mit dabei ist auch immer die Kamera und da muss die Mama eben auch mal vor die Linse, wenn auch völlig ungeschminkt, ungestylt und unvorbereitet und natürlich auch genau nach einem riesen Fressgelage 😦

Als wir aber eben dann nach einem herrlichen Tag die Bilder sichteten, fiel mir auf, dass ich ja noch gar nicht dazu gekommen bin euch meine „Restetunika“ aus dem Traumgarn von Lady Dee zu zeigen.

Das ich gerne die tollen Uni – und Farbverlaufsgarne von Lady Dee verhäkle und verstricke ist ja nun unter alten Bloghasen hier kein Geheimnis mehr.

So habe ich neben einer Babydecke und einem Top, beides wartet noch darauf euch gezeigt zu werden, auch ein 1892 Tuch gehäkelt. Schaut doch noch mal hier. Und von meinem Herz des Ozeans – Kleid hatte ich noch etwas Weiß übrig.

Es wurde also Zeit, die ganzen Reste mal zu verhäkeln und als ich das Blütenjäckchen für mein Patenkind häkelte wurde ich in dem Heft Fantastische Häkelmode 02/2016 genau auf das richtige Projekt aufmerksam. Also mit NS 3,5 direkt mal losgearbeitet. Ihr könnt die Sonderausgabe übrigens hier nachbestellen.

DSC_0005Nun abrr ein paar Bilder von meinem Ergebnis 🙂 Ich bin jedenfalls zufrieden!

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Outfit:

Shirt – TraumTeil (Kontaktaufnahme: www.traumteil.com oder www.facebook.com/traumteil)

Weiße Jenas – Orsay (ähnliche hier)

Grüne Halbschuhe – (ähnliche hier)

Uhr – Pippa&Jean (andere Farben hier und hier)

Ohrringe – Soleil Earrings Silver Pippa&Jean (gibt es hier)

Liebe Grüße

Eure Christine

Die perfekte Übergangsmütze für den perfekten Sonntag :-)

Heute ist einer dieser perfekten Tage! Wir sind den ganzen Tag zuhause, im Wintergarten oder im Garten, genießen das herrliche Wetter und lesen, spielen, basteln, toben und gärtnern etwas.

Das ist so wundervoll. Und mit unseren zwei Mäusen ein echter Mehrwert. Leni ist so groß, aufgeschlossen und neugierig, dass es eine Freude ist. Ich habe ihr eine kleine Zeltmuschel im Garten aufgestellt, wo sie liegen und lesen kann, wenn es ihr mal zu anstrengend wird auf dem Bobbycar zu fahren oder draußen sonstwie rumzupesen 😉

Fynn rennt von A nach B, repariert hier und dort was, rödelt im Garten, fährt Kies hin und her, schaukelt, springt Trampolin, baut Sandburgen und spielt mit den Hunden.

Immer wieder schaut er dabei nach seiner Schwester, versucht sie einzubeziehen und hat eine Engelsgeduld, wenn das Mäuschen mal wieder Anstalten macht sich an ihm hochzuziehen.

Die tollen Temperaturen und der herrliche Sonnenschein ist aber auch einfach ein Gedicht. Letzten Sonntag haben wir eine Seelenwanderung gemacht über die ich euch noch berichten möchte, und diesen Sonntag ist einfach genießen angesagt.

Aber auch wenn schon die ersten Sonnenstrahlen ein richtig tolles Gefühl verleihen, muss die Kopfbedeckung noch ein bisschen vor aufkommendem Wind schützen und zusätzlich auch ein bisschen die Sonne von den Augen fern halten.

Wie gut das es da die „Be Mützi“ von Annas Country gibt.

Ich habe euch dieses Schnittmuster schon in einer Variante für Fynn und in einer Boys-Variante für einen neuen kleinen Erdenbürger gezeigt.

Jetzt folgt eben einen richtige Mädchen – Variante für Leni 🙂

Den Stoff habe ich schon hier verarbeitet und die Kombi gleich nochmal verwendet, da sie mir so gut gefiel.

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Erwerben könnt ihr den Schnitt hier:

http://de.dawanda.com/product/102235743-e-bookanleitung-be-muetzi—fuer-gross-und-klein

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Der Schirm hat durch Volumenvlies einen schönen festen Stand ohne dabei hart zu sein. Das ist gerade für Leni mit ihrem halben Jahr echt cool.

Ich werde diese Mützi jedenfalls immer mal wieder nähen, denn nicht nur die Teilung ist möglich. Man kann diese besondere Beanie Variante echt unendlich wandeln. UND: Sie ist schnell genäht! Also nochmal ran an die Maschine und noch schnell vor dem Sonntagsspaziergang die perfekte dazu passende Mützi genäht.

Habts fein!

Liebe Grüße

Christine

Eine besondere Aufgabe

ICH. BIN. PATENTANTE!

Ja genau so ist es! Das erste Mal in meinem Leben bin ich eine Patentante geworden. Den Rest meines Lebens darf ich neben meinen eignen Kindern ein wunderbares, kleines und später großes 😉 Mädchen auf ihrem Weg begleiten.

Ich kann gar nicht beschreiben, was für eine Ehre und ein Privileg das für mich ist.

Doch was genau ist ein Pate eigentlich? Im englischen haben wir das Wort Godfather oder Godmother. Und das finde ich schon sehr aussagekräftig.

Das Patenamt ist die moralische Verpflichtung zur Begleitung des Patenkindes auf einem christlichen Weg durch das Leben und an allen großen Ereignissen.

Paten sollten Rückrad haben, für ihre Schützlinge da sein und sie nicht verraten. Das finde ich wichtig. Und sie sollten vorallem auch mal in der Lage sein, die Eltern beiseite zu nehmen und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.

Klar geben Paten auch Geschenke, denn sind wir mal ehrlich – zu schenken macht einen riesen Spaß.

Als mein Patenkind geboren wurde, häkelte ich ihm ein kleines Jäckchen aus der traumhaften Wolle von Lady Dee´s Traumgarnen.

Ich fand das genau richtig, denn es ist wie ein guter Pate: Es umarmt sanft und hält warm, ohne jedoch zu erdrücken. Und es lässt Freiraum. Und und und – reizen wir die Metapher aml nicht zu sehr aus 😉

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Was habe ich mich gefreut, als ich farblich genau passende Knöpfe mit Blüten gefunden habe!

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Bei der Farbe habe ich mich für dieses leuchtende Riviera entschieden, weil es mir einfach richtig gut gefiel.

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Die Anleitung fand ich in diesem Heft. Ihr könnt es hier nachbestellen.

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Gehäkelt habe ich mit Nadelstärke 3,0 und ich brauchte glaube ich 200 g. Das weiß ich aber ehrlich gesagt nicht mehr genau 😦 Vielleicht war es auch nur ein Knäuel.

Das Muster selbst geht nicht so leicht von der Hand, aber mir gefällt das Endergebnis einfach so gut und da war es der Mühe allemal wert.

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Wie gefällt es euch? Und was macht für euch einen guten Paten aus?

Ich freue mich ja schon riesig auf die Taufe. Also mal immer her mit Geschenkideen für die kleine Erdenbürgerin 🙂

Wie Leni´s Tauf so war und was sie trug, könnt ihr hier und hier nochmal nachlesen.

Liebe Grüße

Christine

Ein Longshirt und was der richtige Mann mit dem Handarbeiten zu tun hat…

Mein Blog ist nun schon in dieser Form hier ein Jahr alt und beherbergt einige Projekte.  Daher möchte ich euch heute nicht nur  wieder ein tolles Teil zeigen, dass ich vor einigen Tagen schon angekündigt habe, denn beim Probenähen von Katielas VERO, ist noch eine Longshirt-Version entstanden:

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Sondern ich möchte auch einmal etwas zu dem Thema „Partner“ sagen.

Das Shirt nach diesem Schnittmuster habe ich euch hier schon gezeigt. Erwerben könnt ihr den Schnitt bei Makerist und DaWanda!

Den Stoff habe ich Dresowka bestellt und ich finde ihn toll, denn er ist für den Übergang perfekt und man kann ihn gut verarbeiten. Weitere Infos zum Outfit findet ihr wie immer am Ende des Artikels.

Doch was hat das Handarbeiten nun mit dem richtigen Partner zu tun? Wer auf Facebook in diversen Handarbeitsgruppen unterwegs ist kennt diese Posts:

Es gibt ein Bild von Zeitschriften, Büchern, Nähmaschinen, Wolle, Stoff oder anderm Zubehör und darunter gibt es dann zu lesen entweder

1: Ich wollte ja nicht, aber mein Mann sagte: „Schatz, du gönnst dir ja sonst nix!“ Was für ein Glück ich doch habe!

2: Wieder mal total über die Strenge geschlagen, mein Mann bringt mich um!

3: Geschenke von meinem Schatz. Ich habe den besten Mann der Welt!

Noch besser wird es dann, wenn man sich die Kommentare unter solchen Posts anschaut. Da gibt es Neider, Menschen die sich mitfreuen, Menschen die den oder die Posterstellerin als Angeberin beschmimpfen und eben diese Menschen, die einem vor Augen führen in was für einer schlechten Partnerschaft man doch lebt, weil in Fall

1: Der Mann scheinbar nie nein sagen kann, auch wenn der Kontostand es nicht erlaubt und die Ehe ja wohl total auf materielle Sachen fokussiert ist und keiner dem anderen Paroli bieten kann.

2: Die Frau wohl völlig unter dem Pantoffel steht und das man sich ja wohl niemals das Geld ausgeben für sein Hobby verbieten lassen sollte.

3. Geschenke völlig überbewertet sind und man doch lieber sich sowas selbst aussuchen müsste und überdies sowas auch nicht geschenkt braucht, weil man ja wohl sich das Zeug einfach selbst kaufen kann.

Warum ich das heute thematisiere? Weil ich bei diesen Posts immer schmunzeln muss. Was denken sich die Menschen, die diese Sachen kommentieren? Diese einfachen Aussagen sind manchmal vielleicht mit einem Augenzwinkern gemeint, manchmal vielleicht auch wirklich ernst aus Situationen heraus, die der Kommentator gar nicht kennt. Weiß er denn, ob das Geschenk auf einem vorher ausgesprochenem Wunsch heraus oder einfach mal auf gut Glück gekauft wurde? Weiß er, welche Beweggründe dem „Eigentlich wollte ich ja nicht“ zugrunde liegen?

NEIN!

Und was heißt schon man kann sein Geld doch ausgeben, wofür man will? Ich leibe meinen Mann über alles, aber wenn er sich einfach mal eben so einen neuen PC für über 1000€ bestellen würde, dann möchte ich das schon vorher wissen.

Genau so ist es doch mit Geschenken. Wissen wir, ob es jedesmal so großzügige Geschenke wie eine Nähmaschine gibt?

NEIN!

Und selbst wenn? Es ist doch schön, wenn sie sich das leisten können.

Ich finde zum Handarbeiten braucht man schon den richtigen Partner:

Das sollte jemand sein, der das nicht als „nervig“ abtut, einem vorrechnet, dass das T-Shirt von bekannten Billiglinien wesentlich weniger gekostet hat, von der Arbeitszeit einmal abgesehen. Der nicht findet, dass die Kinder im selbstgemachten Sachen aussehen, wie in Schlafanzügen und das einfach nur, weil es „selbstgemacht“ ist.

Die Liste lässt sich unendlich weiterführen.

Deswegen heute mal ein Hoch! auf all diese Männer, wie meinen Matthes, die hinter ihren Frauen stehen, mitmachen und unterstützen sich an der Freude ihrer Frauen freuen und sogar fürs Probenähen als Fotomodell zur Verfügung stehen, wenn es erforderlich ist. Für all diese lieben Männer, die ihre Frauen in den selbstgemachten Werken fotografieren, die Taschen auf Stoffmärkten tragen, sich mit einbringen und mit Lob nicht sparsam sind. DIe geduldig an die entlegensten Ecken fahren, um eine schöne Kulisse haben, vielleicht das technische auf dem Blog regeln, Tipps geben und sich für die Technik einer Nähmaschine genauso begeistern, wie für die ihres Motorrads. Ein Hoch! auf all die Männer, die auch mal alleine mit den Kids ein Eis essen fahren oder in den Garten gehen, damit Mami mal in Ruhe nähen kann.

Ein Hoch! auf die Wolle, Stoff, Nadeln, Maschinen und Zubehör kaufenden Männer, die ihren Frauen sagen: „Toll, was du da machst!“

Und ein Hoch! auf Facebook-User, die sich einfach nur freuen, wenn jemand ein Bild von einem Bobel postet den der Mann für einen sehr hohen Preis ersteigert, einfach nur weil er seiner frau gefällt und er ihn ihr zum Hochzeitstag schenken möchte!

Denn natürlich braucht und will nicht jeder einen Partner! Wenn aber jemand einen hat und will und der ihn glüklich macht und hinter ihm steht, dann freuen wir uns doch einfach für diesen Menschen und wenn wir das nicht können, so können wir doch wenigstens dann unseren Mund halten und EINFACH WEITERSCROLLEN!

Ein Hoch! auf Freundlichkeit und das Überdenken von Gemeinheiten im Internet. Denn man selbst ist vielleicht anonym., der Mensch, der diese Kommentare aber liest, nicht! Und dieser Mensch ist dann vielleicht verletzt!

Also ein Hoch! auf die Nächstenliebe!

Outfit:

Shirt – TraumTeil (Kontaktaufnahme: www.traumteil.com oder www.facebook.com/traumteil)

Leggins – Nur die (hier)

Schwarze Stiefel –  Deichmann (ähnliche hier und hier)

Uhr – Pippa&Jean (andere Farben hier und hier)

Kette – Pippa&Jean Mare Nero hier

Ohrringe – Claire Earrings Silver Pippa&Jean (gibt es hier)

Liebe Grüße

Eure Christine

 

Anatomie eines Herzenswunschs

Hallo 🙂

„Wer sein Ziel weit steckt, hat Raum zu wachsen.“ (Silvia Schubert)

Es ist ein paar Tage her, seid ich euch mein Strickkleid vorgstellt habe. Und obwohl ich noch einige ungezeigte Projekte hier liegen habe, die ich gerne nutze, um die Zeit bis zur Fertigstellung des nächsten Werkes zu überbrücken, und ebenfalls noch ganz viele psychologische Themen für euch bereit halte, konnte ich einfach keinen Eintrag schreiben.

Der Grund dafür ist simpel: Jede freie Minute, jeder Moment, der ganz mir gehörte, galt nur einem Ziel: Mein Herzensprojekt weiterführen!

Wie ich ja schon an früherer Stelle berichtet habe, erwarten wir im Sommer unser zweites Wunderwunschkind. Wir freuen uns unbändig darauf.

Nun sind wir sehr verbunden mit christlichen Traditionen und es ist uns ein großes Anliegen, unsere Kinder mit der christlichen Glaubensweise aufwachsen zu sehen, bzw. diese ihnen näher zu bringen. Die Taufe spielt dabei eine große Rolle für uns.

Uns ist bewusst, dass jedes Kind, jeder Mensch, seine eigene, ganz persönliche Geschichte schreibt. Keine Geschichte verläuft gleich, jede Geschichte hat ihre eigenen ganz besonderen Facetten. Und natürlich wünschen alle Eltern ihren Kindern, dass diese eine lange, glückliche Geschichte schreiben, die voller persönlicher Wunder ist.

Was wir Eltern dem Kind mitgeben können, das ist das Papier auf dem sie ihre Geschichte schreiben. Die Basis. Uns ist es wichtig, dass diese Basis ihnen den Glauben gezeigt hat, denn Gott liebt jeden von uns mit solcher Hingabe, dass man glauben könnte, man sei der einzige Mensch dem er diese Liebe schenken könne.

Die Taufe ist also wichtig. Daher planen wir sie mit Liebe und ins Detail, denn es ist gleichzeitig ein Kennenlernen mit unserer Familie.

Unser Schatz soll dieses Jahr im Oktober getauft werden. Das ist schon etwas kühler als zu Pfingsten, wie damals bei Fynn. Da das Taufkleid aber ebenfalls traditionsreich auch von unserem zweiten Wunder getragen wird, brauchten wir einen warmen Taufschal zum Einschlagen.

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Dieses wunderschöne Überkleid hat 1983 noch meine Uroma gekauft. Seitdem trugen es neben mir meine 3 Geschwister und eben Fynn zu den jeweiligen Taufen. Für unsere bevorstehende Oktobertaufe, entschieden wie uns für einen smaragdgrünen Lace-Schal nach dem original Taufschal von 1939, welches ich in einem Lace-Werk von Margaret Stove fand. Die Künstlerin hat das Muster nach einer Fotografie von ihrem eigenem Taufschal und einer alten traditionellen englischen Anleitung entworfen.

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Das Heft selber ist eine Sonderausgabe von SimplyStricken, die ich bereits im Februar 2015 kaufte. Nun ist es so, dass ich immer direkt nach Kauf diese Hefte durchschaue und mir an jedem interessanten Muster oder bei Anleitungen, die ich nacharbeiten möchte, eine Markierung setze. Dann sortiere ich sie nach Art der Handarbeit (Nähen, Stricken, Häkeln etc.) und weiß dann genau wo ich nach einem neuem Projekt suchen muss. Und dieser Taufschal war ganz fest verankert in meinem Gedächtnis.

Nachdem Matthes und Ich uns also für dieses Muster entscheiden hatten, leistete ich die Vorarbeit.

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Ich vergrößerte mir jede einzelne Strickschrift die ich benötigen würde, markierte mir die wichtigsten Stellen farbig und zählte größere Maschenabstände, um ein flüssiges Arbeiten zu gewährleisten. Dann kläre ich die Legende und schaue, ob es Anforderungen gibt, die mir so noch nicht bekannt waren. Hier waren dies die Abkürzung ssk und der provisorische Maschenanschlag. Diese Dinge lese ich dann nach und entscheide mich für die passende Wolle.

Sehr gerne arbeite ich mit dem angegebenen Original. Nachdem ich aber die Originalwolle nirgends bekam und sich auch der Hersteller trotz mehrfacher Email-Anfragen nicht bei mir meldete, entschied ich mich für einen Gang zu LanaGrossa und für die CoolWoolBaby in einem wunderschönen dunklem Lila. Aber bereits nach etwa 100 Reihen brach ich das Projekt ab. Obwohl wir auch im Laden anhand der Anleitung fachsimpelten und dieses Garn mit viel Sorgfalt ausgesucht hatten, war das Endergebnis zu steif und fest, auch trotz größerer Nadeln und lockerster Strickweise. Also nochmal hin und schlussendlich die Lace Merino Wolle von LanaGrossa gewählt. Näheres dazu werde ich euch berichten, wenn das Werk fertig ist.

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Dann strickte ich drauf los. 150x 30cm Bordüre, dazu geschräkte Ecken und neu angesetzte Rundungen. Alles mit diesem wunderbaren Lace-Muster und in GLATT-RECHTS!!!!! Die Anleitung gabs her. Als ich mit dem Mittelteil beginnen wollte, war ich dennoch trotz der ganzen Arbeit und einem schönen Muster nicht zufrieden. An manchen Stellen wollte es einfach nicht so recht aufgehen. Und da! fiel es mir auf. Der gemeine Punkt in der Rückrunde konnte mehrere Bedeutungen haben und dieser Schal müsse kraus rechts gestrickt werden.

Also fing ich nach fast 700 Laufmetern Wolle nochmal neu an (Matthes ribbelt jetzt noch). Nachdem ich also in kraus recht die erste geschräkte Ecke und einen Teil der Bordüre fertig hatte, wurde ich wieder unsicher. War das wirklich schöner? Also Fotos gemacht von glatt rechts und kraus rechts und der Mama geschickt, der Oma gezeigt, die beste Freundin gefragt und zu guter Letzt auch noch die Schwarmintelligenz einer Facebook-Gruppe genutzt…..

Das Ergebnis war nicht 100%ig aber eindeutig: Glatt rechts ist besser! ZACK! Aber irgendwie war ich nicht überzeugt. Die Anleitung jedenfalls ergab kraus recht wesentlich mehr Sinn.

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Und dann, als Matthes abends unseren Schatz zu Bett brachte und ich so auf dem Sofa rumsaß und wartete, das wir unsere momentane Serie starten können, las ich das Vorwort und die Anekdoten in dem Heft mit der Anleitung. Margaret Stove berichtet darin von ihrer Leidenschaft für die Lace-Strickerei und über den Entstehungsweg der Muster, sowie ihre ersten Versuche mit kraus rechts und glatt rechts gestricktem!!!!

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Ja und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die ganze Fragerei hätte ich mir sparen können, denn auf fast 6 Seiten schwärmt Stove von kraus rechts gestrickten Schals, ihren Eigenschaften, die sie durch dieses Strickmuster erlangen und die langfristigen Vorteile des fertigen Stücks.

AHHHHHHJAAAA!

Ich also mit Matthes mal vorsichtig das bereits gestickte kraus rechte Stück gespannt…und siehe da…es wird ein Traum! Nicht mehr lange und ich kann diesen euch hier vorstellen 🙂

Und dann ists auch nicht mehr lang, bis ich ihn dieses Zuaberwerk unser kleines Wunder einwicklen kann und wer weiß, vllt werden in 25-30 Jahren meine Enkel damit zugedeckt. Da lohnen sich doch die Mühen, oder?

Euch die liebsten Grüße und den Rat: BLEIBT DRAN. Es lohnt sich.

Eure Christine

Herz des Ozeans

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Einen schönen guten Morgen an Euch 🙂 Wie ich euch ja schon mehrfach vorgeschwärmt habe >KLICK< wollte ich euch ja noch unbedingt mein neues Strickkleid aus dem Riesenknäuel „Herz des Ozeans“ von Lady Dee zeigen. 510g!!! habe ich bekommen und noch nichtmal ALLES gebraucht und das Kleid ist auch recht groß geworden. Also ran. Es lohnt sich wirklich. Aus einigen Farbverlaufssträngen dieses Knäuels habe ich ja noch einen blauen Gruß gezaubert, den ihr hier nochmal anschauen könnt.

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Das Kleid nach der DROPS Anleitung Angel Falls wird von oben nach unten in Runden gestrickt, sodass der Farbverlauf super zur Geltung kommt. Das Kleid sitzt auch schick, wenn man die Fotos nicht grade erst fast zum Bergfest hin in der Schwangerschaft schießt. 🙂

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Weil es ein Sommerkleid werden sollte, habe ich auf die in der Anleitung vorgesehenen langen Arme verzichtet. Vllt kommt mal noch ein Bolero dazu, aber bis jetzt gefällt es mir so sehr gut.

Gestrickt habe ich übrigens mit 3,5 er und 3er Nadel. Ich freue mich schon darauf, dass Kleid auszuführen, wenn unser Knuffelchen da ist und der Babybauch weg. Bis dahin wartet das „Angel Falls“ in diesen tollen Farben jetzt einfach im Schrank. 🙂

Da das Kleid aber trotzdem nur für mich ist, geht es auch gleich zu RUMS 🙂

Liebe Grüße

Christine