[Rezension] DIE BUCHSPRINGER – MECHTHILD GLÄSER

7327

„Schwörst du, beim Lesen stets dem Schutz der Geschichten zu dienen und nichts zu tun, was sie zerstören oder verändern könnte?“

[Seite 44]

ab 12 Jahren, Erstmals erschienen 2015, 3. Auflage 2015
384 Seiten, 15.0 x 22.0 cm
ISBN 978-3-7855-7497-3
Hardcover mit Schutzumschlag
17,95 € (D)

[Fakten und Cover unterliegen dem Copyright des LOEWE – Verlag]

Inhalt
Nach einigen unerfreulichen Ereignissen zuhause für Alexis und Amy, flüchten Mutter und Tochter auf die schottische Insel Stormsay, die einst das zuhause von Alexis war. Für Amy ist es der erste Besuch und auch das erste Zusammentreffen mit ihren Verwandten. Sie erfährt, dass sie einem uraltem Clan angehört, der noch dazu die Gabe hat in Geschichten zu reisen,und diese beeinflussen und beschützen zu können.

Amy kann sich sehr schnell mit dieser Entdeckung anfreunden und schlüpft fortan von einem Klassiker zum Nächsten. Doch die Buchwelt eröffnet sich ihr wenig friedlich, denn ein Dieb treibt sich um und stiftet in Größen wie „Alice im Wunderland“, „Ein Sommernachtstraum“, „Stolz und Vorurteil“ und vielen anderen, große Unruhe. Amy macht sich zusammen mit Schir Khan und Goethes Werther auf, um den Übeltäter zu stellen, doch das ist gar nicht so einfach, denn scheinbar hat es auch jemand auf Amy abgesehen…..

Unbenannt

Ich bin mit recht großen Erwartungen an diese Geschichte herangegangen, denn ich finde der Plot hat unheimlich viel Potential und das Buch wird in der Presse hochgelobt. Allerdings wurde ich recht schnell enttäuscht. Ich bin mit den Figuren einfach nicht warm geworden. Sie waren so klischeehaft gezeichnet und wenig nachvollziehbar. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter wirkte irgendwie unglaubwürdig und auch die ständigen Sprünge in der Erzählstruktur waren für mich weniger eloquent denn einfach nur nervig.

Ich muss gestehen, dass ich teils das Hörbuch, gelesen von Ann Vielhaben dazunahm, da ich schon gerne wissen wollte wie es weiterging, merkte aber bald, dass ein Teil der Enttäuschung über dieses Buch dem Lesestil von Frau Vielhaben geschuldet war, der einfach nicht meiner war. Manchmal hat man sowas ja. Also lies ich das Hörbuch nach einer kurzen Weile aus und empfand das Buch dann auch gleich ein bisschen besser.

Die Sequenzen und Figuren aus den großen Klassikern, sowie deren Einbindung ins Geschehen fand ich durchaus ansprechend und passend, allerdings war mir nicht klar, wie Menschen Dinge tun und weite Strecken zurücklegen können, ohne dass man es ihren Füßen oder ihren Händen etc. ansieht und ich habe auch nicht verstanden, warum Buchfiguren mit in die Draußenwelt genommen werden können, aber eben doch nicht alle. Und was eine Offenbarung über Amys Herkunft für Konsequenzen haben könnte, wird auch nicht zu Ende gedacht.

Mein Fazit ist daher: Alles in Allem muss ich sagen, dass das Buch durchaus lesbar war und auch mit einer gewissen Spannung aufwarten konnte. Und deswegen ist für mich das Lesen dieses Buches auch kein unbedingtes MUSS.

Anhand dieser Leseprobe könnt ihr euch aber auf jeden Fall schonmal einen ersten eigenen Eindruck verschaffen.

Ich gebe diesem Buch:

3 punkte

Liebe Grüße

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